Neu Erscheint am 2. November 2026

Unerhört

Die zum Schweigen gebrachten Frauen der Musikgeschichte

Jahrhundertelang wurden Komponistinnen, Musikerinnen und Dirigentinnen überhört.
Cornelia Bartsch zeigt, wie das geschah und warum es bis heute nachwirkt.

Quadriga • Gebunden mit Schutzumschlag • 320 Seiten • 28,00 € • ISBN 978-3-86995-106-7

Musikgeschichte neu hören, mit den Stimmen, die ihre lange gefehlt haben.

Seit über 25 Jahren forscht Cornelia Bartsch zu Musik, Gender und Erinnerung.

Über das Buch

Frontfrauen?
Die Ausnahme.

Sängerinnen wie Beyoncé, Adele oder Taylor Swift könnten den Eindruck erwecken, „Frontfrauen“ wären im Musikbetrieb genreübergreifend üblich. Doch spielten Frauen im Musikbetrieb jahrhundertelang keine Rolle und keine Geige (oder sonst ein Instrument). In weiten Teilen gilt dies bis heute…

I

Zum Schweigen gebracht

Die Schweigegebote antiker Mythen und der abrahamitischen Religionen wirken bis heute nach. Doch Frauen haben sich seit jeher dagegen gewehrt. Selbst diejenigen, deren Namen nicht überliefert sind, haben Spuren hinterlassen und die Namhaften gilt es weiter zu entdecken. Von Sirenen und Wasserfrauen, Eurydike und Sappho, Mirjam anderen Prophetinnen erzählt der erste Teil des Buchs.

II

Aus der Geschichte verdrängt

Warum wurde jede Frau, die ihre Stimme erhob im 16. Jahrhundert zur Prostituierten erklärt, gerade als die Idee vom Musiker als herausragender Künstlerpersönlichkeit entstand? Warum wurde „Weiblichkeit“ mit der Etablierung der bürgerlichen Geschlechterordnung im 18. Jahrhundert zur Falle für jede Instrumentalistin? Warum durften Männer als Virtuosen oder Dirigenten im 19. Jahrhundert „weibliche“ Eigenschaften präsentieren, während Frauen jeder Schritt über die Geschlechtergrenze strikt verboten war? Und warum wurden die zahlreichen Musikerinnen, die sich gegen diese Widerstände ihrer Zeit behauptet haben, „vergessen“? Davon erzählt der zweite Teil des Buchs.

III

Sich Gehör verschaffen – bis heute

Der dritte Teil des Buchs erzählt von der immensen Kraft, mit der sich Frauen bis heute im Musikbetrieb durchgesetzt haben: als Sängerinnen, Instrumentalistinnen, Dirigentinnen, Komponistinnen, aber auch als Zuhörerinnen und Organisatorinnen des Musiklebens. Er erzählt von erkämpften Möglichkeiten und fortbestehenden Grenzen – und von den Facetten des Machtmissbrauchs in der Musik, die nicht zuletzt durch #MeToo sichtbar geworden sind.

Give al the dates and all the facts, but let it be about somebody else.

Foto: Inga Sommer

Forschung

Musik, Gender und Erinnerung

Cornelia Bartsch studierte Musikwissenschaft, Germanistik, Politologie und schulmusik in Osnabrück und Berlin und wurde an der Universität der Künste Berlin mit einer Arbeit über Fanny Hensel promoviert. Sie lehrte und forschte u.a. an der UdK Berlin, in Detmold/Paderborn und als Vertretungsprofessorin an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

Bis 2024 war sie Sprecherin der Fachgruppe Frauen- und Genderstudien der Gesellschaft für Musikforschung.

Schwerpunkte

Ausgewählte Monographien und Herausgaben

Publikationen

Lesungen & Vorträge

Unerhört – live

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